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Aufsätze

 

Unser Körper als Konsumgut

Wir machen den Fehler, uns als Investitionsgut zu betrachten, nicht als Konsumgut. Vorausgehend ist nicht die klare Trennung zwischen Körper, Geist und Seele. Ich bin nicht mein Körper, ich habe meinen Körper, daraus folgt, ich bin nicht ein Gefühl, ich habe, nein, ich produziere, schaffe mein Gefühl. Dies gilt natürlich auch für meinen Körper, ich habe keinen Körper, sondern ich schaffe meinen Körper. Alles dies ist natürlich nur im Rahmen der Naturgesetze möglich, denen ich immer unterliege. Wobei mir die Natur in Form meiner Gene Grenzen setzt, die ich aber noch bei weitem nicht ausgeschöpft habe. Mein Körper produziert Gefühle. Mein Geist produziert Gedanken. Meine Seele produziert mich, mein Bewusstsein. Ich bin Seele (Schöpfer) und Geschöpf (Körper, Geist Bewusstsein). Ich bin die Seele, der Urgrund aus dem ich alles schaffe, Gott und Geschöpf in einem. Ich produziere mich aus meinem Urgrund. Alles was ich brauche ist in mir. Ich produziere und konsumiere mich gleichzeitig, von der Geburt bis zum Tod. Wie alle Natur vergehe ich, aber trotzdem lebe ich mich jetzt aus, genieße mich und meine Welt in vollen Zügen. Ich entscheide über das was ich genieße. Ich genieße es meinen Körper zu konsumieren, bei Essen, Trinken und Sex.

Ich konsumiere also nicht das Essen selbst, sondern das wohltuende Gefühl der Befriedigung. Essen, Trinken, Sex sind nur Mittel zum Zweck, der Zweck ist Genuss, mein Genuss. Ob ich meine naturgegebenen Bedürfnisse befriedige oder die Befriedigung genieße, liegt nur bei mir. Dabei ist es völlig unwichtig, ob mein Hunger mit einer Kartoffel oder einem Steak befriedigt wird, in der Befriedigung liegt der Genuss, nicht in dem Womit, dem Nahrungsmittel. Aber warum genieße ich das eine Mal meine Bedürfnisbefriedigung mehr und das andere Mal weniger oder gar nicht? Das liegt an zwei Dingen. Wie stark ist das Bedürfnis, wie lange habe ich die Bedürfnisbefriedigung verzögert und wie stark kann ich mich auf den Genuss konzentrieren? Konzentration ist das Geheimnis des Genusses in Verbindung mit der Verzögerung einer Bedürfnisbefriedigung.

Dies gilt natürlich nicht nur für die körperlichen, sondern auch für die geistige Befriedigung. Wobei wir heute die körperliche Befriedigung willentlich verzögern müssen, da Nahrungsmittel bei uns, leider nicht überall auf der Welt, in Unmengen vorhanden sind. Früher hat die Begrenztheit an Nahrungsmitteln den Genuss durch Verzögerung gesteigert, heute müssen wir das willentlich tun. Beim Geist liegt die Sache etwas anders, wir brauchen die Erkenntnis zwecks Genusssteigerung nicht zu verzögern, ich auf jeden Fall nicht, da es sowieso immer lange dauert bis ich etwas geschnallt habe. Der Genuss der Erkenntnis ist, wenn der Groschen dann endlich fällt, bei mir immer bombastisch. Das Gefühl ist nicht ganz so intensiv wie beim Orgasmus, es hält aber wesentlich länger an. Außerdem habe ich nicht das Gefühl, von etwas gezwungen worden zu sein. Ich habe diese Herausforderung, indem ich mich durch Selbstbefriedigung von diesen natürlichen Bedürfnissen (Druck) befreie, womit ich wieder Herr meiner selbst bin. Dies ist notwendig, solange es nicht selbstverständlich, ist Sex zu kaufen wie Brot und Obst, also an jeder Ecke in gewünschter Qualität und Menge.

Diese Freiheit nimmt uns die Kirche und der Staat natürlich nur, soweit ich es zulasse. Ich bin der Herr meiner Welt so gut ich kann. Aber jetzt zurück zu den geistigen Bedürfnissen, ich bin mir nicht klar darüber, ob dieses Bedürfnis genau so naturgegeben ist wie meine körperlichen Bedürfnisse. Das Bedürfnis meine Welt zu erkennen und zu benutzen ist bei mir jedenfalls ein genau so starkes wie mein Bedürfnis nach Essen, Trinken, Sex.

 

 


 









 

 

 

 

 

 

 

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