Aufsätze
Emotionale Intelligenz
Emotionale Intelligenz bezeichne ich auch als Intuition. Erkenntnis, die ich noch nicht in Logik und Worte übersetzt habe. Wirkliche Erkenntnis ist eine absolut individuelle, subjektive intuitive Angelegenheit. Sie ist weit vor der Sprache, weit vor jeder Logik, weit vor der Übersetzung in Sprache. Übersetze ich meine intuitive Erkenntnis in Sprache, ist sie zwar logisch erfassbar und kritisierbar, vermittelbar, hat aber an Präzision für mich selbst erheblich eingebüsst. In Sprache übersetzt ist sie nur noch meine Meinung, grob vereinfacht, oder besser grob verallgemeinert. Ein fast hilfloser Versuch den Sinn meiner Erkenntnis zu vermitteln. Meine Worte haben für Dich immer einen etwas anderen Sinn als für mich. Mit meinen Worten will ich also Dein Denken anregen, Dich anregen, den Sinn meiner Erkenntnis intuitiv in Dir selbst zu erkennen und zu erfassen. Ich glaube, das alle Erkenntnis meiner Welt bereits in mir gespeichert ist, aber nicht in Sprache. Durch denken, logisch und intuitiv, kann ich es mir erschließen. Aber nur ich kann meine Welt erkennen, andere können nur durch Sprache oder Verhalten dazu anregen. Ob ich diese Erkenntnis, meine Erkenntnis, da Erkenntnis immer nur subjektiv ist, noch in Sprache oder Schrift übersetze, ist eine ganz andere Angelegenheit. Dieses Übersetzen ist unumgänglich, will ich meine Idee, Erkenntnis als Meinung (Theorie) zur Diskussion stellen. Will ich Dein Denken nutzen ist es ein Weg, den ich beschreiten kann. Ein anderer Weg ist, Dein Verhalten zu beobachten und als Anregung zu eigenen Erkenntnissen zu nutzen. Die Fehlerquote durch die Übersetzung in Worte spare ich damit ein. Überhaupt ist die achtsame, aufmerksame Beobachtung meiner Welt inklusive meines Körpers und meines Geistes für meine Erkenntnis viel wichtiger als alles in Worte übersetztes Wissen, somit logisch vom Verstand durch andere überprüfbar. Aber Wissen verhält sich zur Erkenntnis wie die Speisekarte zum Essen. Wissen ist die Beschreibung der Realität (meiner Realität) durch Worte, Erkenntnis ist die Realität erfassen, wie sie für mich tatsächlich in diesem Augenblick ist. Erkenntnis ist erfassen meiner Welt jetzt mit allen Sinnen. Durch Erkenntnis mache ich mir meine Welt zu eigen, zu meinem Eigentum. Ich habe eine Welt, ich bin nur ich, vor meiner Welt. Ich bin also nicht eine Welt, sondern ich habe eine Welt. Dieses Eigentum an meiner Welt, meiner einzigartigen Sicht der Welt, macht mich zum Schöpfer, zu Gott in meiner Welt. Dieses Eigentum ist nicht materiell zu sehen, das ist eine andere Ebene, ein anderer Sinn des Wortes Eigentum. Sehe ich eine schöne Landschaft, wird das Bild und mein Gefühl, zu meinem Eigentum, die Landschaft selbst natürlich nicht. Das materielle Eigentum ist für den Genuss des Bildes und meines Gefühls dabei nicht notwendig. Durch die reale Landschaft werde ich zur Schaffung eines Bildes von ihr angeregt. Dieses von mir geschaffene Bild erzeugt von mir geschaffene Gefühle, das Bild und die Gefühle sind mein Eigentum, sie existieren in dieser speziellen Form nur einmalig in meiner Welt, sonst nirgendwo. Das bedeutet natürlich nicht, das auch unser Körper nur von selbst erzeugten Bildern und Gefühlen leben kann. Er braucht dafür, wenn auch nur wenig, reale Nahrungsmittel. Diese real materielle Nahrung muss ich mit Hilfe der Natur in dieser materiellen Welt produzieren. Zur Produktion von Nahrung reicht denken allein nicht aus, hier muss die Tat, die sinnvolle Tat hinzukommen. Die Produktion unterliegt den Naturgesetzen, beachte ich diese nicht, werde ich mein Ziel (das gewünschte Produkt) nicht erreichen. Jede Produktion von materiellen Gütern ist nur im Einklang mit den Naturgesetzen möglich.
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